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Blog12. Dezember 2025

Interview mit Monja Mühling: Nachhaltige Transformation zwischen Kostendruck und Fortschritt

12. Dezember 20253 Min. LesezeitSmartlane Redaktion
Interview mit Monja Mühling: Nachhaltige Transformation zwischen Kostendruck und Fortschritt

Die Stückgutlogistik befindet sich im Wandel – und das spürt man an vielen Stellen. Der wirtschaftliche Druck ist hoch, gleichzeitig entstehen durch neue Technologien und veränderte Marktstrukturen auch Chancen. Für viele Unternehmen steht derzeit die Wirtschaftlichkeit klar im Vordergrund – doch wer Prozesse digital denkt und gezielt modernisiert, schafft die Grundlage, um Effizienz und Zukunftsfähigkeit miteinander zu verbinden.

Gleichzeitig erfordern diese Entwicklungen Mut und klare Entscheidungen: Prozesse müssen neu gedacht, Ressourcen gezielter eingesetzt und Digitalisierung als echter Hebel verstanden werden.

Im Gespräch mit Monja Mühling, Geschäftsführerin der Smartlane GmbH, über eine Bestandsaufnahme zum Jahresende 2025 und zum Ausblick auf das neue Jahr wird deutlich: Trotz des hohen Drucks ist in der Branche ein spürbarer Wille vorhanden, Dinge anzupacken und Veränderungen aktiv zu gestalten – aus der Überzeugung heraus, dass Stillstand keine Option ist.

Die Herausforderungen im Stückgutgeschäft sind enorm. Vor diesem Hintergrund: Welche Entwicklungen siehst Du aktuell und wo entstehen Chancen für die Branche auch in 2026?

Das stimmt, das Stückgutgeschäft sieht sich derzeit wachsenden Anforderungen gegenüber. Allein in diesem Jahr gab es viel Bewegung: Geringere Sendungsmengen, Partnerwechsel in Systemkooperationen, die Einführung der E-Rechnungspflicht und steigende Tarife. Gleichzeitig mussten viele Speditionen in den letzten Jahren konsequent die Kosten senken – Investitionen wurden verschoben, Ressourcen reduziert. Weiteres Aufschieben bringt allerdings nichts. Wir sehen die Chance in einem offenen Dialog zwischen Logistikdienstleistern und Digitalisierungspartnern.

Was machen die Unternehmen aus Deiner Sicht anders, die mit den aktuellen Herausforderungen besonders gut umgehen?

In den Gesprächen zeigt sich vor allem eines: Es wird nicht nur gehofft, es wird gemacht. Viele schaffen Transparenz in ihren Prozessen, treffen Entscheidungen faktenbasiert und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Statt viele Projekte gleichzeitig zu starten, setzen sie klare Prioritäten und sorgen so für sichtbare Fortschritte.

Was mir besonders auffällt: Trotz aller Herausforderungen bewahren sich viele Speditionen ihren Optimismus, aber sie verlassen sich nicht aufs Hoffen allein. Sie packen an und setzen um. Genau dieser Pragmatismus, gepaart mit Zuversicht, macht aktuell den Unterschied in der Branche.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung dabei?

Ich kann besonders für den Kernkompetenzbereich von Stückgutspeditionen sprechen, die Disposition. Hier ist die Tourenplanung für viele Unternehmen ein echter Hebel. Wer digital arbeitet, kann kurzfristig flexibler auf Ausfälle oder Mengenänderungen reagieren. Langfristig können Strukturen angepasst werden, beispielsweise eine kosteneffizientere Aufstellung der Flotte oder eine optimierte Aufteilung der Relationen.

Ein weiterer Aspekt, der in diesem Zusammenhang oft unterschätzt wird, ist die Nachhaltigkeit. Wer heute seine Touren transparent und datenbasiert plant, schafft automatisch die Grundlage dafür, nachhaltige Effekte sichtbar zu machen und gemeinsam mit Partnern tragfähige Lösungen umzusetzen.

Das Thema Künstliche Intelligenz sorgt in vielen Branchen für Diskussionen. Wie erlebst Du die Reaktionen darauf in der Stückgutlogistik?

Wir erfahren hier eine gewisse Bandbreite: Manche sind neugierig und wollen sofort verstehen, wie KI in der Praxis helfen kann, andere reagieren zunächst skeptisch. Der mögliche Wegfall von Arbeitsplätzen ist eine immer wieder geäußerte Sorge. Unsere Erfahrung zeigt jedoch klar: KI ersetzt nicht, sie entlastet. Gerade in einer Branche, die massiv mit Fachkräftemangel kämpft, ist das eine große Chance.

Deshalb sehen wir KI nicht als Bedrohung, sondern als Unterstützung für die Menschen, die Tag für Tag Großartiges leisten.

Worauf dürfen sich Speditionen im neuen Jahr 2026 bei Smartlane freuen?

Dieses Jahr hat für uns eine besondere Bedeutung: Smartlane blickt auf zehn Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Natürlich wird unsere Lösung Smartlane Transport Intelligence kontinuierlich weiterentwickelt – mit Fokus auf den Stückgutbereich.

Darüber hinaus arbeiten wir intensiv an einer Erweiterung unserer Nutzeroberfläche, die Disponenten zusätzliche Möglichkeiten eröffnet.

Ein abschließendes Wort?

Trotz aller Herausforderungen zeigt die Branche große Stärke – mit Offenheit, Pragmatismus und dem Willen, Dinge wirklich zu verändern. Genau dabei möchten wir unterstützen: ehrlich, partnerschaftlich und lösungsorientiert.

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