IHK-Magazin: Optimale Touren für Lkw – Smartlane als Problemlöser

Das IHK-Magazin (Ausgabe 5-6/2026) porträtiert Smartlane in seiner Serie „Die Problemlöser". Autor Stefan Bottler beschreibt, wie das Münchner Unternehmen Disposition und Tourenplanung mit künstlicher Intelligenz automatisiert – und damit Stückgut- und Sammelgutdienstleister spürbar entlastet.
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Alternativroute im Minutentakt
Smartlane wurde 2015 von Monja Mühling, Mathias Baur und Florian Schimandl an der TU München gegründet. Die cloudbasierte Software automatisiert Disposition und Tourenplanung vollständig: In wenigen Minuten erhalten Anwender eine Lösung, wie sie Sendungen unter Berücksichtigung aller Planungsanforderungen und Kundenwünsche optimal zusammenstellen und ausliefern.
„Die KI ist kein Selbstzweck", betont Monja Mühling im Artikel. „Sie hilft dem Anwender, mit vielen Faktoren in der Disposition optimal umzugehen und die Datenqualität in laufenden Prozessen zu verbessern. So entstehen Touren, die nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern auch im Alltag wirklich funktionieren."
Der Anspruch: Disponenten übernehmen bis zu 95 Prozent der Software-Vorschläge und müssen nur minimale Anpassungen vornehmen.
Arbeitszeit um bis zu 5 Stunden kürzer
Eine westfälische Spedition berichtet im Beitrag von bis zu fünf Stunden weniger Arbeitsaufwand pro Tag. Disponenten müssen ihre Schicht nicht mehr mitten in der Nacht beginnen – ein klarer Vorteil bei der Anwerbung neuer Fachkräfte. Auch unvorhersehbare Zwischenfälle wie Staus oder verlängerte Standzeiten beim Kunden verarbeitet das System automatisch und berechnet die Ankunftszeiten der Folgestopps neu.
Aha-Effekt lockt Großinvestoren
Diese Effekte überzeugten früh bekannte Investoren: In der Seedphase stieg Siemens ein, später flossen Mittel aus dem europäischen Innovationsförderprogramm. Mittlerweile sieht das Gründerteam die Start-up-Phase als abgeschlossen – mit knapp 20 Beschäftigten erzielt Smartlane einen siebenstelligen Umsatz.
Fokus Stückgut und TMS-Partnerschaften
Kernzielgruppe bleiben Stückgut- und Sammelgutdienstleister, die mit überdurchschnittlich vielen Daten pro Stopp arbeiten – Öffnungszeiten, Zeitfenster, Stellplätze, Rampenausrüstungen. Seit 2020 setzen Partner der CargoLine auf Smartlane, später kamen Emons und weitere Branchenunternehmen hinzu.
Parallel wirbt das Unternehmen aktiv um Partnerschaften mit Transportmanagement-System-Anbietern. „Smartlane muss lediglich Sendungs- und Fahrzeugdaten inklusive der im System hinterlegten Attribute abrufen und übernimmt die intelligente Konfiguration und Verknüpfung", erklärt Florian Schimandl im IHK-Magazin. Der Vorteil für Anwender: Sie arbeiten nur noch mit einem System.
Quelle: IHK-Magazin München und Oberbayern, Ausgabe 5-6/2026, Serie „Die Problemlöser", Autor: Stefan Bottler.



